Kölner Union-Rennen ohne Quasillo

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Galopprennbahn

Zielgerade in Baden-Baden

Der Sieger im Kölner Union-Rennen geht meistens als Favorit ins Deutsche Derby. Das wird in diesem Jahr anders sein.

Ohne den Fährhofer Quasillo, der wegen einer Hufprellung pausieren muss, fehlt dem Union-Rennen der eigentliche Star. So können sich andere Dreijährige für Hamburg empfehlen. Zwei Hengste besitzen sogar schon Derbyerfahrung: Summer Paradise und Graasten trafen sich bereits Mitte Mai im hochdotierten Derby Italiano. Dort landeten beide im geschlagenen Feld.

Unser Tipp: Nutan – Shimrano – Graasten

Mit dem Fernbleiben von Quasillo dürfte die Favoritenstellung für das Union-Rennen an Shimrano gehen. Er zeigte in Hannover auf Listenebene was er kann. Dort machte er sich sein Rennen an der Spitze selbst und wurde zum Schluss immer länger. Die Gegner heute sind allerdings stärker und vor allem dürfte er nicht so ein ungestörtes Rennen von vorn bekommen.

Wir sehen deshalb den frischen Maidensieger Nutan vorn. Der Duke of Marmalade-Sohn beherrschte seine Gegner in Köln nach Belieben. Besonders die relaxte Art in der Nutan galoppierte, hat uns gefallen und so trauen wir ihm den Sprung in die Jahrgangsspitze ohne weiteres zu.

Für den dritten Platz kommt Graasten in Frage. Der Halbbruder von Girolamo ist ein Riesenbaby, für den das Derby Italiano viel zu früh kam. Hat er das Rennen halbwegs verdaut, könnte er sich im Union-Rennen von ganz anderer Seite zeigen. Mit Richard Kingscote hat er einen erfahrenen englischen Jockey im Sattel, der den Speed des Hengstes genau einsetzen wird. Areo könnte das letzte bisschen Stehvermögen fehlen. Für ihn waren die 2000 Meter in Frankfurt optimal. Summer Paradise ist ein schwieriger Kantonist, der in Italien komplett aus dem Rennen fiel. Für Auctorita wird es gegen die Hengste beim ersten Jahresstart sehr schwer. Die Stute kann sicherlich eine ganz Menge.

Der Kölner Stutenpreis ist eine weitere verlockende Gelegenheit für ausländische Stuten, bei uns Blacktype zu holen. Von den sechs Startern kommen deshalb auch drei aus dem Ausland.

Unser Tipp: Crowley´s Law – Momayyaz – Ajaxana

Mit einer frischen Gruppeplatzierung aus Epsom reist Crowley´s Law nach Köln und sollte hier das Maß aller Dinge sein. Die Dubawi-Tochter kennt in diesem Jahr nur gute Leistungen. Momayyaz lief auf Listenebene in Chantilly nicht verkehrt. Auch weiß ihr Trainer Henri-Alex Pantall genau, welche Klasse eine Stute haben muss, um in deutschen Listenrennen zu bestehen. Da bleibt für Ajaxana nur der dritte Platz. Die klassische Siegerin aus dem letzten Jahr startete nichtssagend in die Saison und sollte sich in Köln gesteigert vorstellen.

Auctorita aus dem Gestüt Karlshof

Stellt sich als einzige Stute den Hengsten: Auctorita aus dem Quartier von Andreas Wöhler konnte ihr Maidenrennen als Zweijährige in großem Stil gewinnen. (Foto: Turfexperte 2014)


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