Derby-Meeting: Hansa-Preis mit Protectionist

Boscaccio mit Jockey Dennis Schiergen
Union-Rennen: Gesucht wird der Derbyfavorit
18. Juni 2016
Gruppesieg für Donnerschlag
Donnerschlag und die Goldene Peitsche
28. September 2016
Boscaccio mit Jockey Dennis Schiergen
Union-Rennen: Gesucht wird der Derbyfavorit
18. Juni 2016
Gruppesieg für Donnerschlag
Donnerschlag und die Goldene Peitsche
28. September 2016
Hansa-Preis 2014

Protectionist siegt im Großen Hansa-Preis

Eine Woche exzellenter Sport

Endlich geht es los. Das Derby-Meeting lockt die Turf-Fans aus ganz Deutschland in die Hansestadt. An sieben Renntagen gibt es zwei Listenrennen und sechs Grupperennen mit dem 147. Deutschen Derby als Höhepunkt am Finalsonntag.

Natürlich fiebert alles dem Derby entgegen. Das wichtigste und wertvollste Rennen in Deutschland hat mit Boscaccio in diesem Jahr einen großen Favoriten. Doch auch der Sport am ersten Wochenende kann sich sehen lassen, allen voran der Große Hansa-Preis.

Großer Hansa-Preis mit Protectionist

Ein Melbourne-Cup Sieger in Hamburg! Der Monsun-Sohn Protectionist ist die große Zugnummer im zweitwichtigsten Rennen des Derby-Meetings. Vor zwei Jahren war der Hansa-Preis schon einmal eine wichtige Station für Protectionist. Hier gewann er sein erstes Grupperennen und startete danach international voll durch.

Siege im Prix Kergolay und im hochdotierten Melbourne-Cup in Flemington sorgten für weltweite Beachtung und ein lukratives Kaufangebot für seinen Besitzer. Schließlich blieb Protectionist in Down Under und legte im letzten Jahr eine klassische Nullnummer hin. Nichts lief bei ihm zusammen. Doch musste der Top-Steher auch wiederholt auf unpassenden Distanzen ran.

Jetzt soll es Trainer Andreas Wöhler wieder richten und stellte seinen Liebling in Düsseldorf auch gleich siegfertig vor. Mit Iraklion und Empoli schlug er in einem Altersgewichtsrennen gute Gegner und auch wenn er in Hamburg bestimmt noch nicht bei 100% ist, führt der Weg zum Sieg nur über ihn.

Melbourne Cup-Sieger Protectionist in Baden-Baden

Aus Australien zurückgekehrt: Our Protectionist – hier noch in den Berglar-Farben – will den zweiten Sieg im Großen Hansa-Preis.  (Foto: Turfexperte)


Wer kann Protectionist schlagen?

Gegen Guignol, Sirius und den nachgenannten Iquitos wird es aber bestimmt kein Spaziergang. Besonders Sirius dürfte eine scharfe Klinge schlagen. Er sah im Vorjahr in diesem Rennen schon fast wie der Sieger aus, bevor ihn Lovelyn auf der Linie mit fulminantem Speed noch abfing.

Guignol ist noch wenig geprüft. Nach nur zwei Starts war bei ihm die Saison im letzten Jahr schon gelaufen. In diesem Jahr machte er als Dritter in einem Listenrennen und mehr noch als guter Vierter im Grand Prix de Chantilly von sich reden. Er scheint ein stark steigerungsfähiges Pferd zu sein. In Chantilly ging er von der Spitze und machte das Rennen nicht gerade schnell. Wir sind gespannt wie er sich in Hamburg verkauft.

 

Und Iquitos? Der Held aus dem Badener Frühjahrsmeeting muss beweisen, dass sein Grand Prix Sieg keine Eintagsfliege war. Die alte Binsenweisheit „Never change a winning team“ gilt für ihn jedoch nicht. Siegreiter Norman Richter wird durch Ian Ferguson ersetzt und die passende Begründung gibt’s dazu auch:

Angeblich müsste Richter als Leichtgewichtsjockey mit zu viel Blei in den Satteltaschen reiten. Bei anderer Gelegenheit kommt Norman Richter dann aber wieder zum Zug. Alles klar? Wir haben das auch nach mehrmaligem Lesen nicht verstanden und wünschen Norman Richter viele aussichtsreiche Ritte nicht nur in Hamburg, sondern auch für den Rest der Saison.

Sirius gegen Giants Caulderon

Im Vorjahr nur mit einer Nase geschlagen: der Gruppe I-Sieger Sirius (links) gibt immer alles und will im Hansa-Preis endlich wieder einen Sieg. (Foto: Turfexperte)


Stutenpower im Großen Hansa-Preis

Wie im letzten Jahr ist auch wieder eine dreijährige Stute im Hansa-Preis mit von der Partie. Die Görlsdorferin Meergörl kommt als frische Gruppe II Siegerin nach Hamburg. In Hoppegarten hatte sie im Diana-Trial gegen Pagella ein hartes Rennen. Da erstaunt die schnelle Startfolge doch ein wenig.

Aber auch Lovelyn kam im letzten Jahr aus einem harten Rennen. Sie hatte vor ihrem Sieg im Hansa-Preis die italienischen Oaks gewonnen. Wir waren damals skeptisch, doch für eine wirklich gute Stute, sind die 7,5 Kilo Gewichtsvorteil gegen die älteren Hengste eine Menge. Eine Platzierung ist da immer möglich.

Zwei Außenseiter mit Hamburg-Erfahrung

Im restlichen Feld verstecken sich noch zwei Kandidaten, die in Hamburg schon gute Rennen gezeigt haben. Die harte Stute Techno Queen kommt mit frischer Siegform aus Baden-Baden an den Start. Im Vorjahr war sie in Hamburg bereits auf Listenebene gegen die gute Early Morning erfolgreich. Im Sattel damals: Norman Richter mit 59 Kilo und jeder Menge Blei in den Taschen.

Und dann startet da auch noch Fair Mountain. Schon fast vergessen: er war Dritter im letztjährigen Derby. Der Tiger Hill-Sohn zeigt immer wieder mal eine Klasseform, bevorzugt auf weichem Boden. Die aktuelle Form spricht nicht gerade für ihn, doch wir meinen, er könnte genau das richtige Pferd für den dritten Platz sein.

 

Unser Tipp für den Großen Hansa-Preis

Protectionist – Sirius – Fair Mountain  

Ein echtes Highlight

Mit klaren Favoriten und einigen chancenreichen Außenseitern ist der Große Hansa-Preis ein echtes Grand Prix Highlight geworden. Es fehlen eigentlich nur der Schlenderhaner Ito und die Galopperin des Jahres Nightflower, dann wäre die deutsche Steherelite so ziemlich komplett.

Nightflower will schon am Samstag im englischen Haydock auf Gruppe II Ebene punkten. Sie kommt in den Lancashire Oaks an den Start. Im Sattel der Stute: Freddie Tylicki. Im Stall von Peter Schiergen wird man sich bestimmt gern an den Haydock Park erinnern, denn vor drei Jahren siegte dort Amarillo in einem Gruppe III Rennen. Wir sind der Meinung: da geht was!

Wer gewinnt für Euch den Großen Hansa-Preis und welche Chancen hat Nightflower in Haydock? Schreibt uns Eure Meinung!

Hansa-Preis 2014: Protectionist

2 Comments

  1. Oesterle Dieter sagt:

    Anscheinend hast Du als Turfexperte keine Ahnung ( Gewicht von Sirius 60 kg )

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert