Jockey Champion 2018: Silvestre de Sousa

Jockey Champion 2018: Zac Purton
4. Februar 2019
Japanische Flagge
Jockey Champion 2018: Christophe Lemaire
6. Februar 2019
Union Jack

Britische Flagge

Alle guten Dinge sind Drei

In keinem Land ist die Konkurrenz im Rennsattel so stark, wie in Großbritannien. Wer dort Champion wird, braucht nicht nur Können, sondern muss auf dem Weg zum Titel viele tausend Kilometer im Auto zurücklegen, um keinen Ritt zu verpassen.

Der Brasilianer Silvestre de Sousa hat das bereits zum dritten Mal geschafft. Dabei sah es im letzten Jahr nicht gerade gut für ihn aus. Bis zum Epsom-Meeting Anfang Juni lief nicht viel zusammen. Doch im Sommer kam de Sousa immer besser in Tritt und konnte auch bei den großen Meetings punkten.

Trotzdem bestimmten andere die Schlagzeilen: William Buick mit seinem Derbysieg, James Doyle und seine Big Points mit Poet´s Word, Frankie Dettori als Partner von Enable, Cracksman und Stradivarius und Oisin Murphy, der im letzten Jahr nicht nur mit Roaring Lion so richtig durchstartete.

Champion Jockey Silvestre de Sousa

Champion Jockey aus Brasilien: Silvestre de Sousa. (Foto: Turfexperte)


Ein Champion steht am Zaun

Und de Sousa? Der zeigte zwei seiner besten Ritte in den Top-Rennen und wurde trotzdem in beiden geschlagen: Gemeint sind die Ritte auf Salouen im Coronation Cup und mit Dee Ex Bee im Epsom Derby.

Der zweite Platz im Derby zeigt de Sousas ganzes Können und seine Stärke im Finish. Die ganze Gerade herunter motivierte er sein Pferd dazu, immer weiter zu gehen und blieb zum Schluss knapp vor Roaring Lion.

Der Ritt zeigt aber auch, dass de Sousa nicht gerade zimperlich mit der Peitsche ist und wegen wiederholtem Peitschenmissbrauchs wurde er dann gegen Ende der Saison sogar für 18 Tage gesperrt.

So stand er auch am British Champions Day, dem Finaltag der Championats-Saison, am Zaun und wurde für den Titel geehrt.

Heiß auf die Big Points

Doch das Jahr endete dann doch versöhnlich: Anfang Dezember holte sich Silvestre de Sousa den Hong Kong Cup mit Glorious Forever und machte noch einmal richtig Kasse.

2019 will der sympathische Brasilianer vor allem für weitere Big Points bei den großen Meetings sorgen. Da ist ein viertes Championat eher unwahrscheinlich. Der zweite der Jockeystatistik, Oisin Murphy, wird so sicher nicht mehr lange auf seinen ersten Titel warten müssen.

Ritt des Jahres: Dee Ex Bee

Hong Kong Cup: Glorious Forever


Was Ihr sonst noch über Silvestre de Sousa wissen müßt, findet Ihr auf dieser Seite der BBC.


Top 10-Jockeys 2018

(nur Rennen in UK, Gewinnsumme in Euro umgerechnet)

RangNameStartsSiegeSchnitt %Gewinn-
summe
1Silvestre De Sousa77914819,03.439.643 €
2Oisin Murphy70812117,16.209.659 €
3Jim Crowley55310719,33.329.356 €
4James Doyle46710622,74.443.436 €
5Daniel Tudhope5529216,72.078.303 €
6Andrea Atzeni4808617,92.214.456 €
7Joe Fanning5738514,81.300.667 €
8Ben Curtis4808317,31.014.940 €
9Richard Kingscote4927916,11.298.502 €
10Jason Watson4637716,61.230.868 €

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.