Andrasch Starke – der Held von Hamburg

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Derbysieger 2015: Andrasch Starke und Nutan

Andrasch Starke nach dem Sieg mit Nutan im Deutschen Derby 2015

Derbysieger 2015: Andrasch Starke und Nutan

So sehen Sieger aus: Andrasch Starke, Nutan und Peter Schiergen haben allen Grund zum Jubeln. Mit einem imponierenden 5-Längen-Sieg gewinnen sie das 146. Deutsche Derby. (Foto: Ana Springfeldt/ springfeldtprofifoto.com)


Die Hamburger Derbywoche wird zur Andrasch-Starke-Woche

Die einen nennen ihn Mr. Derby, die anderen schlicht den besten Jockey in Deutschland. Andrasch Starke eilt momentan von Erfolg zu Erfolg. Schon im Badener Frühjahrs-Meeting ritt er in bestechender Form und wurde Meetings-Champion.

Was er jetzt allerdings bei der Hamburger Derby Woche zeigte, war ganz großes Kino. Sage und schreibe 13 Meeting-Siege stehen in seiner Bilanz. Dazu gewann er mit Nutan das Deutsche Derby und mit der Stute Lovelyn den Großen Hansa-Preis. Selbstredend übernahm er nach diesen Erfolgen die Führung in der Jockey-Championatswertung und könnte seinen sieben Meistertiteln einen weiteren hinzufügen.

Immer wieder zeigt Andrasch Starke Ritte der Extraklasse. Ritte, an die man sich lange und gern erinnert und die die Faszination des Galoppsports ausmachen.

Wenn man im Interview von ihm hört, wie er mit viel Sportsgeist den Ausfall von Karpino und Quasillo im Derby bedauert, weil ins Derby die besten Pferde des Jahrgangs gehören, kann man nur den Hut ziehen. Auch weil so ein Statement von ihm nicht wie eine Plattitüde klingt. Andrasch Starke lebt für den Galoppsport hat Erstaunliches geleistet. Im letzten Jahr musste er wegen eines schweren Sturzes fast die ganze Saison pausieren.

Wir hoffen, dass er noch lange Spaß im Sattel hat und gesund bleibt. Mit ein paar Fakten über seine beeindruckende Karriere wollen wir ihn dahin stellen, wo er unserer Meinung nach hingehört: ins Rampenlicht!

Kamsin und Andrasch Starke

Perfekte Balance: Andrasch Starke gewinnt mit Derbysieger Kamsin den Gerling-Preis 2009 gegen Dwilano. (Foto: Turfexperte)


Lehrzeit bei Bruno Schütz in Köln

Seine Lehre absolvierte Andrasch Starke beim zweifachen Trainer-Champion Bruno Schütz. Einem Mann für die Big Points, der aus einer wahren Trainer-Dynastie stammte. Bruno Schütz bildete in seinem großen Stall immer wieder Top-Jockeys aus. Und so erhielt Andrasch Starke schon während seiner Lehrzeit aussichtsreiche Ritte in besseren Rennen.

Sein erster Erfolg auf Listenebene datiert vom 23. Juni 1991. Da gewann Starke völlig überlegen den Bremer Sprint-Preis auf der Stute Nigrita. Der 17-jährige Jungspund konnte damals noch 50,5 Kilo reiten. In diesem Jahr klappte es gleich noch zwei weitere Male auf Listenebene.

Mit Millesimo sicherte er sich für Albert Steigenberger den Bayerischen Fliegerpreis. In einem erstaunlich guten Finish putze er mit einer „Nase“ Alan Bond, damals 1. Mann bei Peter Lautner, auf As tu As weg. Wer das Rennen sah, wusste wie viel Mumm der Junge hat.

Erster Gruppesieg noch während der Lehre

Der erste Gruppetreffer folgte im Sommer 1992 mit dem Schlenderhaner Irish Stew. In der Berlin-Brandenburg Trophy in Hoppegarten gab es in diesem Gruppe III-Rennen 400.000 DM zu gewinnen und Andrasch Starke zeigte einen ganz coolen Ritt gegen die internationalen Top-Jockeys John Reid, Willie Ryan und Steve Cauthen.

Andrasch Starke in 154 Grupperennen siegreich

Ab Mitte der 90ger etablierte sich Andrasch Starke auf Grand Prix Ebene mehr und mehr. Jedes Jahr feierte er große Erfolge. 1997 kamen die ersten Treffer auf Gruppe I – Parkett dazu.

Den Anfang machte Oxalagu im Bayerischen Zuchtrennen, dann folgte Caitano im Aral-Pokal und später im Jahr in Italien Devil River Peek im Premio Vittorio di Capua und noch einmal Caitano im Gan Premio del Jockey Club.

Im Jahr darauf gewann er mit dem 235:10-Außenseiter Robertico im Matsch von Hamburg sein erstes Derby. Im gleichen Jahr klappte es auch mit dem ersten Jockey-Championat, das er bis 2002 in jedem Jahr verteidigte.

Die Zahl der Siege von Andrasch Starke liegt bei über 2000. Wir zählen für ihn sage und schreibe 154 Erfolge in Grupperennen, davon 37 Gruppe I – Rennen. Das hat es in Deutschland noch nie gegeben.

Andrasch Starkes Top-Pferde

In den letzten 25 Jahren ritt Andrasch Starke viele Top-Pferde zu großen Erfolgen. Für Hans Albert Blume punktete er mit Ungaro. Für seinen Lehrherrn Bruno Schütz siegte er im Ausland mit Devil River Peek und Caitano auf Gruppe I-Parkett. Für dessen Sohn Andreas feierte er auf Elle Danzig, Epalo, Flamingo Road, Waky Nao und dem Ausnahmehengst Samum wichtige Siege.

Für Trainer Peter Schiergen war er mit Girolamo, Lucky Speed, Kamsin, Neatico, Quijano, Soldier Hollow, Schiaparelli und aktuell Nutan erfolgreich.

Und dann war da noch Danedream. Die kleine große Wunderstute, die sich als dreijährige so sensationell verbesserte und mit der Andrasch Starke fünf Gruppe I-Rennen gewann: den Großen Preis von Berlin, gleich zweimal den Großen Preis von Baden, die King George VI and Queen Elizabeth Stakes in Ascot und den Prix de l´Arc de Triomphe 2011 als absoluten Karriere-Höhepunkt. Wer das Rennen gesehen hat, wird es sicher sein Leben lang nicht vergessen. An diesem Tag, in diesem Rennen konnte die beiden kein Pferd der Welt schlagen.

La Blue Siegerin im Oettingen-Rennen

Gruppesieg in Baden-Baden: Andrasch Starke und La Blue gewinnen das wervolle Oettingen-Rennen 1996. Auf Platz vier landete sein heutiger Trainer Peter Schiergen mit Macanal. (Foto: Turfexperte)


Arc-Siegerin Danedream mit Andrasch Starke

Mehr geht nicht: Andrasch Starke und Danedream im 7. Turf-Himmel nach ihrem Sieg im Prix de l´Arc de Triomphe 2011. Ein Erfolg für die Ewigkeit. (Foto: Turfexperte)

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