Donnerschlag und die Goldene Peitsche

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Letzte Runde in Köln

Am Freitag wird es noch einmal spannend. Dann geht der Streit um Deutschlands wertvollste Sprintprüfung in die wahrscheinlich letzte Runde. Vor dem Renngericht in Köln soll über den Protest gegen die Disqualifikation von Donnerschlag entschieden werden.

Der eisenharte Fuchs hatte genau vor einem Monat über kurze 1200 Meter ein sehr gut besetztes internationales Feld hinter sich gelassen und die Goldene Peitsche sicher mit einer dreiviertel Länge gegen den Iren Markaz gewonnen. Das hätten ihm die wenigsten zugetraut.

Doch der sechsjährige Wallach lief das Rennen seines Lebens. Bei hochsommerlichen Temperaturen und entsprechend schneller Bahn fand Donnerschlag als Frontrenner optimale Bedingungen vor und galoppierte nahezu Start-Ziel zum Sieg.

Kein Ruhm für den Sieger

Die Experten wissen es natürlich: im Einlauf schrägte Donnerschlag über die Hälfte der Bahn nach außen und nahm den neben ihm liegenden englischen Gast Watchable mit.

Eine rennentscheidende Behinderung, wie die Rennleitung in Baden-Baden urteilte. Da Watchable im Ziel nur minimal für den dritten Platz geschlagen war, könnten ihm die Extrameter eine bessere Platzierung gekostet haben. So setzte man Donnerschlag als Sieger hinter Watchable auf Platz 4.

Donnerschlag gegen Alpha im Benazet-Rennen 2014

In Baden-Baden fast immer in Top-Form: Donnerschlag siegt gegen Gammarth (links) im Benazet-Rennen 2014. (Foto: Turfexperte)


Möge der Beste gewinnen

Danach gab es heftige Diskussionen: War die Disqualifikation richtig oder vielleicht doch zu hart? Wahrscheinlich habt ihr es sowieso schon gemerkt, für mich war es eine Fehlentscheidung.

Watchable wurde durch Donnerschlag behindert, aber nicht rennentscheidend. Das ganze passierte zu Beginn der Geraden über 400 Meter vor dem Ziel. Sein Jockey konnte auch immer weiter reiten und musste das Pferd nicht aufnehmen. Ja, ich glaube sogar, dass Donnerschlag den hinter ihm liegenden Watchable mitgezogen hat, denn der Engländer blieb gegen Ende des Rennens auch nicht gerade und lief schon lange auf „Reserve“.

Das wichtigste aber für mich ist: Donnerschlag war an diesem Tag das schnellste Pferd. Kein Watchable und schon gar kein Markaz oder Forgino konnten ihn an diesem Tag schlagen.

Natürlich drücke ich deshalb Donnerschlag und seinem Team am Freitag die Daumen und hoffe, dass man sich in Köln an den Grundgedanken des Galoppsports als Leistungsprüfung erinnert.

Was meint ihr zur Goldenen Peitsche und wie wird man sich in Köln am Freitag entscheiden?

Sieger im Benazet-Rennen

So sehen Sieger aus: Donnerschlag und Jockey Andreas Helfenbein – ganz ohne Protest – siegreich im Benazet-Rennen. (Foto: Turfexperte)


Donnerschlags Goldene Peitsche

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